Dienstag, 31. März 2009

Tag 13 - 13.02.2009 Freitag

Was soll man groß sagen: Freitag der 13te eben. Heute nacht hatte ich schwere Magenprobleme und als ich eben interessehalber bei Martinair nachfragte was ein vorzeitiger Rückflug kosten würde, wurden mir horrende Summen genannt.

Habe schonmal Alles was an genutzten Klamotten in die Wäsche geschmissen, damit ich für die letzten zwei Wochen alles hab was ich brauche.

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So, mittlerweile hat Havanatur angerufen und ich habe sieben Tage Varadero und acht Tage Playa Girón gebucht. Werde mich gleich im Eingangsbereich vom Hotel Havana Libre mit jemanden treffen um das Ganze zu bezahlen. Sind jetzt 511,- €. Muss jetzt gleich gucken wie ich das Geld abheben kann; hoffentlich beeilt sich Omar hierhin zu kommen.

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Tatsächlich kam Omar recht zügig an und wir gingen zu seinem Vater ins Büro um mit ihm noch ein paar Sachen zu besprechen. Dann fuhren wir zum Havana Libre Hotel um in alter James Bond Manier auf unseren Kontaktmann Ernesto zu warten. Mir wurde tatsächlich am Telefon zuvor gesagt, dass mein "Kontaktmann" Ernesto an einer blauen Hose und einem blauen Hemd zu erkennen sei ;). Nach 20 Minuten warten (abgemacht war 14:00 Uhr) unterbrach Omar den Agenten-Thriller und rief Ernesto auf dem Handy an; In 2 Minuten würde er da sein (waren 12, Karibik eben).

Wir haben uns zusammengesetzt und die Reservierungen durchgeschaut und sogar einen Fehler entdeckt, der mir 35,- € gespart hat. Dann wollte ich die 476,- € abheben mit meiner VISA, aber dank den horrenden Wechselgebühren war ich über 500,- € und die Kartensperre setzte ein (Das Limit, welches eigentlich bei 1000,- € liegen sollte war noch immer trotz Änderung auf 500,- €). Hatte bei Lucy aber noch genug Bargeld um den Rest auszugleichen.

Danach, als nun endlich alles geregelt war sind wir (Omar, Monica und ich) dann los zum Lunch ausserhalb von Havanna. Geplant war 14:00 Uhr, am Schluss war's 17:00 Uhr. Auf dem Weg dorthin haben wir für Sonntag noch einen Bussitzplatz für mich reserviert. Muss um 9:00 Uhr da sein. Aus dem Grund wird mich Omar um 8:00 Uhr abholen. Wir haben in einer Art Erholungspark gegessen und ein paar Bier getrunken. War ein sehr schöner Nachmittag, besonders nach dem ganzen Stress vorher.

Bei Lucy angekommen gab es "leider" schon wieder reichlich zu essen; das ging aber beim besten Willen nicht. Der englische Student nebenan half mir mich zu entschuldigen und das es nicht am Essen läge.

Vorher hab ich von Lucy erfahren, dass Vicky angerufen hatte und um 20:00 Uhr wieder anrufen wird. Also hab ich mich anderthalb Stunden auf ihren Anruf gefreut und gewartet. Sie ist extra nochmal um 2:00 Uhr nachts aufgestanden um mich anzurufen :)!! Dann pünktlich um 20:00 Uhr rief sie an und ich hab mich riesig gefreut ihre Stimme zu hören. Hab ihr von meinem Tief vorgestern erzählt. Ich freu mich jetzt schon wie ein Schneekönig darauf sie am 02.03. wieder in die Arme nehmen zu können!

Montag, 30. März 2009

Tag 12 - 12.02.2009 Donnerstag

Wieder ewig geschlafen jedoch eine Menge Quatsch geträumt. Es ist jetzt 9:00 Uhr und ich habe bereits geduscht und gefrühstückt. Werde in ca. einer Stunde zur Haltestelle des P9 marschieren. Da ich mir eigentlich sicher war, dass das Mädel aus Equador wieder abgereist war machte ich mich heute früh nach dem Aufstehen direkt ins Bad; bzw. bis vor die Badezimmertüre - Bis sich herausstellte, dass sie doch noch da war und gerade den selben Plan hatte. Sie wusste aber anscheinend das ich auch da war und war komplett angezogen; ich dagegen trug nur Shorts. Naja nach einem schnellen "Buenos días" durfte ich durch diese etwas peinliche Situation dann zuerst ins Bad :P.

Bin mal gespannt ob Vicky schon zurückgeschrieben hat; sie kann ja anscheinend auf ihrer Praktikumsstelle nicht ins Internet - würde mich auf jeden Fall riesig freuen was von ihr zu hören (lesen).

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Omar hat gerade angerufen, dass ich um 10:00 Uhr einen Termin habe um ein Hotel ausfindig zu machen.

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So, also ich war bei Omar's Vater im Büro und seine Sekträterin Claudia hat die Verbindung zum Reiseveranstalter Havanatur hergestellt. Hätte für mich eine Ewigkeit gedauert ein entsprechendes Hotel zu finden; aber dort war es kein Problem. Ich warte gerade auf den Anruf von Havanatur um meine Reservierung zu bestätigen; Ich hoffe Lucy kommt nicht auf die Idee zu telefonieren. Ich kann heute 7 Tage im Hotel Mar del Sur in Varadero klar machen (all inclusive, 37,- € pro Nacht) und dann muss noch wegen Playa Girón geprüft werden. Der Mann hatte heute um 12:00 Uhr schonmal angerufen, wie mir Lucy mitteilte; hatte der Kollegin aber 19:00 Uhr gesagt - bin gerade so ein bisschen besorgt.

Es ist jetzt 19:00 Uhr :/; Ich hoffe mal das liegt an der kubanischen Pünktlichkeit. Ricardo war auch heute bei Omar's Vater im Büro um nach einem technischen Problem zu sehen. Danach sind wir zusammen zur CUJAE gefahren, wo Omar auf uns wartete.

Nachdem ich vom großen Organisieren berichtet und meine eMails gecheckt habe sind wir zusammen in die "Fressbudenstraße" gegangen und haben zu Mittag gegessen. Danach bin ich zurück nach Vedado gefahren und seitdem warte ich auf den Anruf :(. Habe mich dazu entschlossen meinen Koffer mit dem "unnötigen" Kram die letzten zwei Wochen bei Omar zu deponieren; so muss ich das unhandliche Ding nicht hin und her schleppen. In den Rucksack passt wesentlich mehr als gedacht. Gerade ist ein Student aus England im Nachbarzimmer eingezogen. Da ich mein Buch auch als zusätzliche überflüssige Last empfinde werde ich es
bis Samstag zuende lesen und dann in den Koffer packen.

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Ich komme leider langsam zu dem Entschluss, dass ich wohl nicht mehr von Havanatur angerufen werde; was entsprechend meine Reservierung offen lässt - das kotzt mich mittlerweile Alles ganz schön an hier. Ich weiss nur, dass etwas passieren muss. Die zwei Wochen in Havanna waren super, aber auch genug - ich möchte nun auch etwas anderes von Kuba sehen.

Omar's Anruf lässt auch schon wieder 10 Minuten auf sich warten.

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Omar hat gerade angerufen und ich werde morgen um 13:00 Uhr zum Lunch abgeholt.

Dienstag, 24. März 2009

Tag 11 - 11.02.2009 Mittwoch

Ich habe 12 Stunden geschlafen und gerade geduscht. Das Frühstückt steht bereits auf dem Tisch. Ich habe keine Ahnung, warum ich abends hier so extrem müde bin, dass ich selbst im stehen einschlafen könnte.

In 1,5 Stunden ruft Omar an und hat hoffentlich schon eine Lösung für mein kleines "Hotel"-Problem *hoff*. Habe jetzt die Hälfte vom Buch durch, weil ich sehr sparsam mit dessen Einsatz war. Hätte ich drei Stück davon dabei, wäre ich schon am Ende vom zweiten :P; gefällt mir richtig gut wie die Sachen und Handlungen darin beschrieben sind. Werde jetzt mal frühstücken und mich dann auf die Terasse setzen. Was ich heute sonst noch mache weiss ich leider noch nicht wirklich.

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So, gerade ausgiebig gefrühstückt. Im anderen Zimmer ist wohl ein Mädel aus Equador eingezogen; hab ich aber noch nicht gesehen. Das macht mich voll bekloppt, dass ich eigentlich nichts bei meiner Hotel-Suche selbst unternehmen kann. Omar wird versuchen auf spanisch wenn es möglich ist gute Konditionen auszuhandeln; aber im Moment würde es mir reichen wenn ich in einer der zwei genannten Gegenden ein Dach überm Kopf, eine Dusche, Frühstück und Abendessen und vielleicht eine Flasche Wasser am Tag hätte.

Dieses all-inclusive Bespassungsprogramm ist mir eigentlich sogar zuwider. Falls ich 14 Tage in Playa Girón bin, überlege ich mir vielleicht noch einen Schnorchel zu besorgen, da das Wasser dort wohl recht seicht sein soll. Dort kann man Unterwasser viel an Fischen, Korallen und anderem Getier entdecken. Aber ein großes Fazit aus dieser Reise ist, dass ich wohl in nächster Zeit keinen "urlaub" mehr alleine unternehmen werde. Denn allein ist allein und hin und wieder ist allein auch sehr sehr einsam und langweilig.

Ich habe bereits erste Ideen für die Umsetzung meines Projektes in eine Applikation, jedoch leider nur die Möglichkeit diese Gedanken auf Papier theoretisch niederzuschreiben. Nach dem Kolloquium muss eh erstmal richtig geplant werden was denn nun noch neben dem eigentlichen Master-Studium laufen soll. Das ist jedoch im Moment noch nicht mein Problem. Ich setz mich mal auf die Terasse!

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Omar hat gerade angerufen und gesagt, dass er mit seinem Vater über mein "Hotel"-Problem gesprochen hat; der wiederum kennt jemanden der wohl hauptberuflich soetwas organisiert. Morgen bekomme ich wohl bescheid. Ich hoffe das kostet jetzt nicht zuviel mehr als geplant. Morgen um 11:00 Uhr soll ich in der CUJAE sein wo ich nochmals eMail checken/schreiben kann und mit Omar essen gehe. Für Freitag ist ein Lunch außerhalb von Havanna geplant; mit seiner Familie und seiner Freundin Monica. Ich habe leider noch immer keine Ahnung was ich nun heute machen soll.

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Es ist 13:50 Uhr und ich sitze frisch geduscht und voll mit After-Sun auf der Terasse. In der Nähe klingelt das Telefon schon seit geschlagenen 3 Minuten; die Leutchen hier haben echt mal Geduld ;).

Ich bin so gegen 10:30 Uhr los erstmal Richtung Malecón und von da aus am "Ufer" entlang Richtung Hafen. Das Wetter heute würde ich schon als heiß bezeichnen. Ich denke ohne Wind sind es bestimmt 31° C. Es war Ebbe mit ein paar kleinen Wellen. Unmittelbal am "Ufer" konnte man bis auf den ca. 4 Meter tiefen Grund schauen (fast wie im Schwimmbad). Ich schaute sehr oft ins Wasser bis ich auf einmal Fische entdeckte. Muss zuhause in Deutschland mal nachforschen was genau das war; ca. 30 cm lang, eher schmal und mit einem relativ langem spitzen Maul. Wenn ich jetzt nicht wüsste wie groß ein Schwertfisch ist, würde ich darauf tippen, aber vielleicht war es ja auch sowas wie ein Schwertfisch-Kindergarten. Das folgende Photo ist eher ein Suchbild, aber einer der Schwertfisch-Kinder ist drauf zu sehen:


Die Jungs und Mädels mussten heute dann ganz schön aufpassen worein sie beissen, denn es waren eine ganze Wagenladung Angler unterwegs. Nach ca. 2 km stand ich gegenüber der Fortaleza del Morro und hab dort den Anglern etwas zugeschaut.

Die haben einiges an Mini-Schwertfischen aus dem Wasser gezogen. Dann hab ich noch ein Anschauungsbeispiel in Sachen Lümmeltüten-Fishing miterleben dürfen :P : Ein Angler benutzte als Köder einen der vorher geangelten Fische und als Schwimmer ein aufgeblasenes Kondom.



Wollte jedoch nicht so lange warten um zu erfahren ob sich der Einfallsreichtum des Anglers wohl auszahlt. Also weiter am Malecón entlang Richtung Capitolio, bzw. erstmal Fortaleza Real. Dann durch eine riesige Menge von Touristen (oh wie ich das hasse) am Capitolio vorbei und wieder (45 Minuten zufuß) zu Lucy. Für heute bin ich meiner Meinung nach genug gewandert. Ich hoffe der Bekannte von Omar's Vater findet ein tolles Hotel ohne das ich einen Kredit aufnehmen muss :P. Wo hoffentlich wenige Touristen sind und ich fein 15 Tage lang relaxen kann.

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Da ist nun leider die Beherrschung mit mir durchgegangen und ich hab bestimmt 2,5 Stunden gelesen. Da ist leider nur noch ein mickriger Rest an Seiten übrig :(. Jetzt gleich gibt es Abendessen. Werde morgen wohl so gegen 10:00 Uhr mit dem Bus zur CUJAE fahren. Wenn Jorge morgen im Büro ist mach ich für morgen mit ihm aus etwas trinken zu gehen. Es bleiben also noch 3,5 Tage in Havanna und die 15 Tage ab Sonntag sind noch immer ungewiss. Der Zeit bis jetzt stehe ich mit gemischten Gefühlen gegenüber. Es ist ein gutes Gefühl mal hier gewesen zu sein; so weit Weg von der Heimat. Wenn man den sogenannten Kulturschock einmal überwunden hat, merkt man jedoch schnell, dass Havanna auch nicht anderes als eine Großstadt ist; zwar mit karibischem Flair, jedoch mit weitaus mehr Müll in den Straßen und diesem (wie ich finde) allgegenwärtigem Geruch aus Müll und Urin. Hinzu kommt natürlich, dass ich hier alleine bin und somit viel aufmerksamer bin und um längen mehr Zeit habe darüber nachzudenken. Einen Besuch ist Havanna allemal wert; das nächste Mal aber allerhöchstens 3 Tage lang und in Begleitung. Leben und "arbeiten" (den Kommunismus jetzt mal außer Acht gelassen) könnte ich hier niemals - never-ever!

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Boah, mein Gott bin ich vollgefressen!! Zuerst eine cremige helle Suppe mit geriebenem Käse darin, dazu ein Brötchen. Dann einen Salatteller mit Kohl, rote Beete, Tomaten, Gurkenscheiben und Möhren. Dazu gab es als Hauptgang Thunfisch mit Reis und fritierten Süßkartoffeln. Als Nachtisch Milchreis mit Zimt. Alles super lecker (außer den Kohl mag ich nicht so, wird aber aus Höflichkeit mitgegessen). Kaum gefuttert auch schon wieder kräftig müde. Hab vor dem Essen die Muscheln noch gezählt und in eine verschließbare Tüte gepackt; 208 Stück! - daraus lässt sich gewiss ein nettes Geschenk zaubern. Hab mir gerade nochmal alle Photos angesehen und schonmal eine kleine Auswahl getroffen welche ich entwickeln lasse um sie als eine Art Kollage bei mir aufzuhängen.

Tag 10 - 10.02.2009 Dienstag

Hossa, der Tag fängt schonmal gut an, denn die Chile-Randalen sind ausgezogen. Die Sonne scheint noch nicht wirklich, weswegen ich vor Freude erstmal nicht nackt über den Plaza de la Revolucion flitzen werde ;).

Der Himmel ist jedoch strahlend blau und ich denke, dass es ein schöner Tag wird. Werde mich jetzt gleich aufmachen um mit dem P9 zur CUJAE zu fahren; hoffentlich ist der nicht so voll wie gestern!

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Es ist 17:00 Uhr und ich bin wieder in der Casa. Das Gespräch mit Omar's Dekan hat sich um ganze 2,5 Stunden verschoben. Da war also ausreichend Zeit um nach einem Hotel zu suchen; könnte man denken - besser gesagt man könnte annehmen in diesem Zeitraum sogar eines zu finden. Einfach nur die Hölle, zumindest wenn man ein eingeschränktes Budget hat. Wir haben nun drei 2-Sterne all-inclusive Hotels ausfindig gemacht bei denen Omar heute oder morgen anruft. Aus Omar's Büro ging das nicht, weil an öffentlichen Einrichtungen Ferngespräche gesperrt sind. Ich hoffe er kriegt das irgendwie geregelt.

Der optimale Plan sieht im Moment so aus: Ich fahre mit einem Viazul-Bus für 13,- € ca. 180 km bis an die Südküste an den Playa Girón (Schweinebucht) und bleibe dortt ca. 7 Tage. Der "Strand" dort ist eher natürlich mit Mangroven usw. nahe eines Naturschutzgebietes. Sah auf den Photos zumindest sehr nett aus. Nach den 7 Tagen werde ich dann mit dem Bus nach Varadero fahren und dort bis zum 01.03 (Sonntag) bleiben. Um 8:00 Uhr morgens nehme ich dann den Bus (3 Std) nach Havanna, wo Omar auf mich wartet um mich zum Flughafen zu bringen.

Dies ist jedoch der "optimale" Fall; hoffentlich tritt er so auch ein - naja hatte bis jetzt ja eine Menge Glück. Kann auch sein, dass ich 14 Tage an der Südküste bleibe, da dort zumindest laut Internet Zimmer frei wären. Ich kann leider nicht mehr tun als mich überraschen zu lassen; das liegt gerade alles nicht wirklich in meiner Hand.

Ich saß mit wohl recht ernster Miene im Büro als Omar sagte: "Don't worry, Markus. This is Cuba here, without the normal german organisation. We will find a place to sleep for you ;)". Weiss nicht ob mich das beruhigen oder mir Angst machen sollte.

Das Essen in der "Fressbudenstrasse" hab ich mir heute erspart, dementsprechend Hunger habe ich gerade. Hab mich nach der Busfahrt zurück nach Havanna-Vedado noch etwas an den Malecón in die Sonne gesetzt und den Wellen und Anglern zugesehen.

Tag 9 - 09.02.2009 Montag

Habe 11 Stunden geschlafen! Wenn die Chile-Deppen so weiter machen, raste ich aus! Die sind laut, dreckig und dumm - eine fiese Kombination, welche ich auch nicht tolleriere.

Gestern abend haben sie ihre nassen Klamotten in den Wäschekorb geschmissen, direkt auf meine, was unweigerlich bis Freitag zu einem ekligen Ergebnis geführt hätte. Die Seife vom Waschbecken steht jetzt an der Dusche, was mich dazu bringt nun meine eigene Seife zu nutzen, wer weiss wo die andere mittlerweile überall war *ugly 0_o*. Wenn man sich den Badezimmerboden anguckt verlieren die zwei zusammen mehr Haare als Poldi (Ein Berner Sennenhund bei Andrea auf der Arbeit, nicht Prinz Poldi :P).

Es ist jetzt halb 9, habe gerade ordentlich gefrühstückt und werde gleich auf der Terasse noch einmal die Präsentation durchgehen. Denke werde gegen 10:30 Uhr versuchen den P9 zur CUJAE zu nehmen, dann kann ich dort vor der Präsentation noch ins Internet und zu Mittag essen.

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Bin die Präsentation noch drei mal durchgegangen und finde sie mittlerweile echt gut; war aber nun wirklich das letzte mal "üben". Muss Omar gleich mal fragen ob er weiss ob ich überhaupt Muscheln aus dem Land rausbringen darf; hätte sonst eine nette Idee für ein Geschenk für Vicky!

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Es ist jetzt 17:30 Uhr und ich sitze auf der Terasse vor Lucy's Haus im Schaukelstuhl. Es ist noch ein wenig Sonne da, die ich noch auskosten will.

War also heute ab ca. 11:00 Uhr in der CUJAE und von Omar war erstmal keine Spur zu sehen. Hab mich ins Büro zu einer von Omar's Mit-Doktoranden gesetzt und in meinem Reiseführer nach Alternativen für meine letzten beiden Wochen gesehen.

Irgendwann kam dann Omar hinzu und war ganz verdutzt, dass ich schon da war. Scheint wohl etwas vergesslich zu sein, die Zeit was abgfemacht; oder er hat nicht mit deutscher Pünktlichkeit unter wideren Verkehrsumständen gerechnet ;). Wir haben gemeinsam im Internet nach Unterkünften in Varadero gesucht, weil er meinte, dass dies wohl der beste Ort zum relaxen sei.
Nach einer genaueren Recherche wohl leider auch der teuerste. Er sagt er versucht seine Kontakte spielen zu lassen um an was günstigeres zu kommen. Da ich wohl so schnell nicht wieder richtigen Urlaub machen werde, habe ich mich dazu entschlossen mein Budget für diese letzten 15 Tage auf 600,- € hoch zuschrauben.

Da gibt es Hotels, wo man mit dem Betrag genau 1,5 Tage bleiben kann :X, aber so einen Spökes brauch ich nicht. Ich hab unabhängig vom Flug jetzt vielleicht 270,- € ausgegeben. Da ich neben morgens und abends bei Lucy jetzt tagsüber nur ein paar mal gegessen habe und die Busfahrten wie gesagt sogut wie nichts kosten, hab ich einiges gespart. Da kann ich in den letzten 15 Tagen auch mal was mehr ausgeben, wie ich finde!

Die Präsentation lief eigentlich super, die Leute dort zeigens einem aber nicht so ;). Omar klopfte wie bei uns an der FH auf den Tisch und erklärte den Zuhörern auf spanisch, dass man dies in Deutschland so mache. Haben dann ein paar Leute nachgemacht; musste ein wenig lachen.

Vorher gab's eine Art Institutssitzung bei der ich teilnahm aber kein Wort verstanden habe. In den 1,5 Stunden hab ich mir mehrmals gewünscht ich würde schon am Strand liegen ;). Achso vorher war ich diesmal alleine in der Fressbudenstrasse. Hab mir da zwei "Hamburger" für jeweils umgerechnet 12 €cent gekauft. Die sahen schon "Pfui" aus. Wollte eigentlich ein Photo machen, das war mir aber zu dreist - zuviele Zeugen :P.

Beim ersten Bissen hat mein Magen schon gesagt "Was ist denn nun los? Sind wir keine Freunde mehr?". Aber ich hatte so einen Hunger, dass ich alles verputzt hab. Ich weiss nicht mal ob das überhaupt Fleisch war in dem Hamburger; das Innere hatte die Konsistenz von Leberwurst o_O.

Vom Wetter her fühlte es sich heute echt karibisch an. Hoffentlich ist ab dem 15ten so ein Wetter. Omar hat mich für diese Woche zum Abendessen zu sich nach Hause eingeladen; müssen den genauen Tag noch ausmachen.

Konnte dann eben noch eMails an die Heimat schicken. Hab bestimmt 2 Din-A4 Seiten an Vicky geschrieben und als ich auf "Senden" gedrückt habe war das Internet weg. Beim zweiten Anlauf hatte ich nicht mehr viel Zeit für viel Text, weil alle nach Hause wollten.

Bin im Moment schwer müde und werde nach dem Abendessen auch nur noch was lesen. Morgen früh muss ich kurz vor 9 Uhr in der CUJAE sein.

Montag, 16. März 2009

Tag 8 - 08.02.2009 Sonntag

Heute nacht ist wohl ein Paar aus Chile angereist: von der Lautstärke her eine komplette Reisegruppe.

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Gerade als ich den letzten Satz geschrieben habe hat Andrea angerufen und ich konnte endlich noch einer Woche mit ihr und meinen Eltern sprechen. War echt gut die vertrauten Stimmen zu hören.

Habe gerade gefrühstückt; mein Bauch tut wieder ziemlich weh. Werde gleich mal ausprobieren ob ich mit dem Bus P4, dessen Haltestelle ich kenne, zumindest bis zum Capitolio komme. Dann warte ich halt am Bahnhof auf den 400.

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So, back from the beach! Es ist 17:00 Uhr, habe mich gerade geduscht und Lucy macht für 18:00 Uhr mein Abendessen. Diesmal hab ich bei Operation Strand wohl alles richtig gemacht. Bin an der Bushaltestelle, welche ich kannte, in den P4 eingestiegen und bis zum Bahnhof gefahren. Nach ein paar kleineren Nachforschungen hab ich herausgefunden, dass der 400 etwas die Straße abwärts hält. Kurz darauf kam der Bus und ich versicherte mich bei mehreren wartenden Kubanern ob ich auch im richtigen Bus sitze, besser gesagt stehe :P.

Nach ca. 45 Minuten Fahrt war ich am Strand; zwar kein weißer Sand-Strand wie man ihn vielleicht aus dem Fernsehn kennt aber OK. Da die rote Flagge wehte durfte man nicht schwimmen gehen, hätte ich aber eh nicht gekonnt, weil ich meinen Rucksack dabei hatte und das Wetter auch nicht sonderlich einladend war.



Insgesamt habe ich vielleicht 20 Leute gesehen. Bin den Strand auf und ab und hab Muscheln gesammelt. Wie man an den nachfolgenden Photos erkennen kann wäre es wohl sogar möglich richtig große zu finden - Ich musste mich jedoch mit diesen "Bruchstücken" begnügen.


Dann hab ich mir noch sehr viel Mühe gegeben ein Photo für Vicky zu schiessen.



War wohl so 3 bis 4 Stündchen da; hat ganz gut getan und ich bin bei weitem nicht mehr so angepisst wie gestern. Ein Glück, dass ich diese Schwimm-/Strandschuhe gekauft habe; sonst hätte ich vor lauter Steinen, Muscheln und auch Glasscherben nun keine Füsse mehr. Die kubanischen Quellen sind übrigens dunkelblau, hab aber nur so 5 am Strand gesehen. Frage mich gerade ob das die sogenannte portugiesische Galeere ist. Einen kleinen Krebs hab ich noch photographiert, alle größeren Exemplare lagen tot und unvollständig in der Gegend herum.


Meine Schultern sind knall-rot; wenn das ein Sonnenbrand wird, dann mal gute Nacht. Hab mich gerade nach dem Duschen erstmal richtig dick eingecremed. Muss mich gleich noch daran machen die Muscheln was vom Salzwasser und Schmutz zu befreien, sonst stinken die bestimmt rum.

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Sodelle, Muscheln geputzt und sortiert, sind bestimmt 150 Stück.

Hatte mich eben im Bad gewundert als ich ein gigantöses Bikini-Unterteil am Wäschestände sah. Tragen Elefanten denn sowas? Antwort: Ja, aber nur chilenische ;).

Ich bin jetzt nach dem Essen ganz schön müde; wie sagt Andrea so schön: "Schweinchen satt, Schweinchen müde!" :P. In dem Sinne, gute Nacht!

Freitag, 13. März 2009

Tag 7 - 07.02.2009 Samstag

Heute hab ich verhältnissmässig lange geschlafen; bis 8:00 Uhr ungefähr. War gerade im Begriff zu duschen als das Telefon klingelte und Lucy mich rief - also schnell wieder alle Klamotten an und zum Telefon gesprintet. Es hat mehr als gut Vicky's Stimme zu hören!!! Wir haben darüber geredet wie es und beiden zur Zeit ergeht und ich hoffe bei ihr ist wirklich alles soweit in Ordnung. Ich weiss nun leider nicht ob für mich das Telefonat nicht eher "schlecht" ware, denn ich habe seitdem unentwegt an sie gedacht.

Nach dem Telefonat war ich dann duschen und frühstücken. Dann wollte ich es wagen nach Santa Maria zum Strand zu fahren. Erklärung: Erst den P5 bis zum Bahnhof, dann mit dem 400 zum Strand. Hört sich doch ganz einfach an oder?! Fazit war, dass ich nach 1,5 Stunden Sucherei noch immer nicht weiss wo der P5 überhaupt abfährt. Trotz suchen und durchfragen, weiss ich nun ab wo ich mit dem P5 in die falsche Richtung fahren kann :(. Ich hab mir dann was zu essen besorgt und bin zu Fuss zum Bahnhof; hab mich natürlich verlaufen, weil es vielleicht 2 Schilder innerhalb der 5 km langen Strecke gibt und war im absoluten Ghetto. Zum Glück hab ich dort wieder herausgefunden und bin zum Capitolio von wo ich den Bahnhof aus erfragt habe.

Einen Zug hab ich da nicht gesehen und auch keinen 400er Bus. Der Rückweg hat mich 45 Minuten gekostet und eigentlich sogar recht schnell gegangen.

Es ist nun 15:20 Uhr und ich bin wieder in der Casa. Warte nun auf Omar ob das heute abend was mit der Festung gibt. Ich spiele immer mehr mit dem Gedanken ab dem 15.02 in eine Casa nach Playa de l'Este zu zi9ehen und mich da stumpf an den Strand zu legen. Havanna hin oder her; es ist auch einfach nur eine Stadt und mir fällt langsam aber sicher die Decke auf den Kopf. Ich weiss nicht einmal was ich morgen tun soll :(. Aber zum jammern bin ich ja nicht hier, werde wohl schon das Beste draus machen!

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Bin bis gerade noch drei mal die Präsentation durchgegangen und denke, dass ich die jetzt so auf 15 Minuten gekürzt hab. Mein Bauch macht seit einigen Stunden komische Sachen; hoffe das wird nicht schlimmer; war vielleicht keine so tolle Idee dem Kerl der mein Sandwich gemacht hat bei jeder Frage nach einer weiteren Soße mit einem "Si, por favor" zu antworten. Der hat sich bestimmt gedacht "Den Depp mach ich mit meinen Spezialsoßen mal so richtig fertig!!" ;).

Es ist jetzt 17:45 Uhr und Lucy macht mir gerade das Abendessen fertig. Am Wetter hat sich zumindest Sonnentechnisch nichts geändert. Omar hat pünktlich um 19:00 Uhr angerufen und verkündet, dass es heute abend nichts mit El Morro (der Festung) mehr gibt. Macht aber nichts, weil das Wetter schlecht ist. Ich geh jetzt noch was lesen und schlafen.

Tag 6 - 06.02.2009 Freitag

Einen wunderschönen morgen wünsche ich, abgesehen vom Wetter :P. Es ist nicht mehr ganz so "frio" aber total bewölkt. Habe 10 Stunden geschlafen und gerade gefrühstückt. Eben habe ich Lucy gefragt was der Wetterbericht sagt und ob sie meine Wäsche mitwaschen kann - auf spanisch! Bin gerade ziemlich stolz auf mich, dass ich mich nach nur 5 Tagen eigentlich recht gut verständigen kann. Hört sich vielleicht als Aussenstehender an als ob ich sprachbehindert wäre aber die Leute mit denen ich rede wissen ja das ich eigentlich kein spanisch spreche. Das Wetter soll sich wohl bis zum Sonntag wieder auf der gewohnte Level steigern; wollen wir es mal hoffen ;).

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Da das Wetter noch immer nicht so doll war hab ich Omar in seinem Büro an der CUJAE angerufen und bin dann mit dem Bus dorthin. Wer glaubt, dass Busse in Deutschland manchmal zu voll sind hat das hier noch nicht gesehen. Bin trotzdem gut angekommen.

Vor Ort konnte ich dann wieder das Internet nutzen und direkt Vicky und Andrea eine eMail schreiben. Hab ihnen einfach mal die Telefonnummer von Lucy gegeben, weil die Minute aus Deutschland angeblich "nur" 90 € cent kostet. Ich war sowas von froh wenigstens eine eMail von Vicky lesen zu können; Ich vermisse sie mittlerweile richtig stark :(.

Heute waren wir nicht in der Kantine essen, sondern in dem "Fressbudenpark" nahe der Bushaltestelle. Das Ganze sieht nicht wirklich einladend aus; überall liegt Müll herum und streunende Hunde laufen zwischen den Leuten herum und hoffen darauf, dass etwas herunter fällt. Wir haben an einer der teureren Buden einen Teller Reis mit Bohnen + gebratenes Schweinefleisch und Tomaten und 2 Blättern Salat für umgerechnet 80 € cent gegessen. War eigentlich ganz lecker und ich war pappsatt. Ein Freund von Omar hat sich an einem der "günstigeren" Stände eine "Pizza" gekauft; Die Pizza hier ist mit der Pizza die es bei uns gibt nicht zu vergleichen: Es ist ein recht dicker labbriger Teig mit Käse überbacken und 5 Klecksen Tomaten Ketchup. Ich denke davon wird man auch satt, wenn man keinen Wert auf Geschmack legt und die kostete wohl auch nur umgerechnet 12 € cent.

Auf dem Rückweg zu Omars Büro, wo übrigens noch fünf weitere Leute drin arbeiten, haben wir ein bisschen geplant wie es in 8 Tagen mit meinem Kubaaufenthalt weiter gehen soll. Ich spiele langsam mit dem Gedanken vielleicht 7 bis 10 Tage doch noch "richtigen" Urlaub zu machen und mich an den Strand zu knallen. Gestern hab ich bei der ganzen vergebenen Warterei gemerkt, dass mir die Decke so ein wenig auf den Kopf fällt. Vielleicht muss ich aber einfach noch mehr wandern um diese Hyperaktivität in den Griff zu bekommen. Ich sehe es leider auch kommen, dass mein Buch nicht ausreicht da es wirklich sehr spannend ist.

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Bin noch ein paar mal meine Präsentation durchgegangen und Lucy hat mir einen Kaffee gemacht. Es ist jetzt 17:25 Uhr, bin gespannt ob die kubanische Pünktlichkeit gleich wieder zuschlägt. Hab mich für heute abend dann doch für Jeans und Pulli entschieben. Hab mal 13 CUC und 60 Pesos (Moneda Nacional) eingepackt, will mich ja auch nicht besaufen ;).

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Es sind 23:05 Uhr und ich bin wieder daheim; saumüde und auch ein wenig angetrunken. Wir waren zu sechst: Omar und seine Freundin Monica, Ricardo, Carlos + Freundin und ich. Haben uns erst ein Bierchen gegönnt und sind dann losgezogen um ein Restaurant zu suchen. Ich weiss noch nicht wohar Omar und seine Freunde "soviel" Geld haben, wenn ein durchschnittlicher Kubaner 15€/Monat zum leben hat. Wenn man jedoch weiss wie, kann man hier auch kräftig Geld sparen.

Trotz meiner eigentlich eindringlichen Bitte für mich selbst zu zahlen zu wollen, wurde ich mal wieder eingeladen. Ich hatte einen Teller voll mit Schweine"schnitzel" mit "Congrio" (bin mir nicht sicher ob das wirklich so geschrieben wird) auf jeden Fall Reis und schwarze Bohnen zusammen gekocht. Eine Süßkartoffel und etwas Salat. Dazu hab es dann für alle fritierte Süßkartoffelecken und Salat auf großen Tellern die man herumreichte.

Hab heute zwei Biersorten getestet, Haben viel geredet und kubanische Dinge mit deutschen verglichen. Hab von Omar eben noch den Tipp bekommen meine Präsentation auf ca. 15 Minuten zu kürzen, da man hier Präsentationen im Umfang von 30-40 Minuten nicht gewöhnt sei ;). Hab mir von Omar und Ricardo erklären lassen wie ich zum Strand komme, wo ich morgen früh hin will; muss nur sehen, dass ich um ca. 18:00 Uhr wieder da bin, weil Omar dann anruft ob wir zu der Befestigungsanlage gegenüber der Hafeneinfahrt von Havanna fahren oder nicht. Werde nun versuchen zu schlafen!

Mittwoch, 11. März 2009

Tag 5 – 05.02.2009 Donnerstag

Ich hätte wahrscheinlich bis 7:00 Uhr schlafen können, wenn Johanna und ihr Freund in der Lage wäre leiser zu packen ;). Die sind also heute morgen hier ausgezogen und wollen nun eine Rundreise machen. Um 9:00 Uhr soll ich bei Ella durch klingeln um sie zu wecken, da sie heute bei Lucy mit frühstückt und später zum Strand (Playa de l'Este) fahren will. Da hat sie sich mal ein tolles Wetter ausgesucht, denn es stürmt wie blöde und es sind vielleicht 16°C. Für mich kein Problem (ich lauf hier in T-Shirt und kurzer Hose rum) aber Lucy läuft mit zwei Decken behangen durchs Haus und sagt bei jedem dritten Schritt „mucho frio!!“ :P. Heute morgen machen sich die zwei großen Teller Bohnensuppe von gestern Abend leider bemerkbar und fast jedes der Böhnchen gibt ein Tönchen ;). Bei dem Wetter hab ich allerdings auch nicht wirklich Lust zum Friedhof zu laufen; mal schauen was der Tag noch so bringt.

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Satt gefrühstückt und Ella aus dem Bett geklingelt :P. Es gab das übliche; statt dem Spiegelei von gestern gab es eine Art panierte Frikadelle. Das Wachklingeln hatte funktioniert und Ella kam zum Frühstücken vorbei. Hab noch einige gute Tipps erhalten wie ich zum Strand komme.

Ich bin dann so gegen 10:00 Uhr los um den Friedhof doch zu besuchen, dem Wetter entsprechend im Pullover :(. Diesmal hab ich mein Ziel problemlos gefunden und bin einfach dreist durch den Haupteingang marschiert; dreist deswegen, weil das für Touristen eigentlich 2 CUC Eintritt kostet + Erlaubnis zum Photographieren 3 CUC. Naja also 5 CUC (ca. 4,70 €) gespart. Bin ca. 1 Stunde planlos umhergeirrt und jedes mal wenn ich ein großes Grabmal gesehen hab bin ich dort hin.



Ganz schön riesig und imposant, wenn man bedenkt, dass dort mehr als 2 Millionen Menschen beerdigt worden sind. Hin und wieder waren die Gräber offen, was ich sehr merkwürdig fand; aus einem Photo ist sogar ein Schädel drauf 0_o.


Irgendwann ist es dann doch passiert und ich wurde angesprochen ob mich ein Friedhofsangestellter und ein Wachmann etwas herumführen sollen. Hab mir natürlich direkt gedacht, dass dies nicht aus reiner Nächstenliebe passiert, aber ich hab mich einfach mal drauf eingelassen. War eigentlich ganz OK, die zwei haben mich ca. 45 Minuten lang an „wichtige“ Gräber geführt und Informationen geliefert. Zu guter letzt ging es dann natürlich doch los, obwohl die zwei ganz schön rumgedruckst haben und mir wurde eine feine Geschichte aufgetischt. Ich habe mir gedacht, da ich nichts für den Eintritt gelöhnt habe könnte ich ihnen für die Tour ja was geben – 3 CUC raus und verabschiedet – alle glücklich.


Danach bin ich zum Malecón; A) weil ich den auf jeden Fall finde ;) und B) weil er mich irgendwie magisch anzieht. Hab mich auf einen Stein gesetzt an einer Stelle wo man nicht naß wird und einfach den Wellen zugeguckt. Dann bin ich die Paseo hochgegangen um etwas Essbares zu finden. Wenn sich Paseo und 23 treffen beginnt „La Rampa“.


Die Strasse heisst so, weil sie ausschaut wie eine Rampe, wenn man vom Malecón aus hochblickt.


Auf der Ecke hab ich auch direkt einen Stand entdeckt an dem ich mit Moneda Nacional zahlen konnte und hab mir ein Schinken-Tomaten-Sandwich ausgesucht. Kostenpunkt 22 peso = 70 € cent. Und dafür war es echt reichlich. Hab mich damit fein in die Sonne auf eine Parkbank gesetzt und es in Ruhe verputzt. Dann die Paseo weiter nach Süden bis zu diesem riesigen Monument dessen Name ich wieder vergessen hab und dann ab zu Lucy.


Es ist jetzt 13:55 Uhr; mal schauen ob Omar pünktlich anruft.

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Es ist 16:30 Uhr und noch immer kein Anruf von Omar :X. Saß bis gerade auf der Terasse und dann auf der Treppe um jeden Sonnenstrahl abzubekommen. Dabei hab ich versucht mich mit jedem zu unterhalten (auf spanisch natürlich) der vorbei kam. Selbstverständlich war das keine richtige Unterhaltung, aber so ein bisschen Small-Talk zusätzlich zur Begrüßung hat schonmal geklappt :P.


Da man auf dem offiziellen Wege hier fast nichts bekommt wird getauscht wie sonst was. In der letzten Stunde waren bestimmt sechs Personen bei Lucy die mit was anderem gegangen sind als mit dem was sie ursprünglich bei sich hatten als ich mich mit ihnen unterhalten hab. Heute beginnt übrigens jeder ein Gespräch mit „mucho frio!!“ ;).

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Es ist jetzt 19:20 Uhr; habe gerade zu abend gegessen und Omar hat zwischen drin angerufen. Er hatte sein Handy zuhause vergessen in welchem er Lucy's Nummer gespeichert hat. Morgen Abend gehen wir wohl nun mit mehreren Leuten in Alt-Havanna aus um was zu trinken. Am Montag Nachmittag habe ich meine Präsentation vor Publikum an der CUJAE. Dann hab ich auch direkt wieder die Möglichkeit ins Internet zu gehen. Heute abend gab es dieses mal eine dunkle Suppe mit pürierten Bohnen, für da rein gab es gebratene Brotstückchen.Dann eine sehr knusprig gebratene Hähnchenbrust mit Reis und Pommes, dazu einen großen Salatteller. Als Nachspeise gab es Minipfannkuchen mit Honig aus einer Rumflasche. Hab erst gedacht ich soll da Rum drüberkippen :P. Und dann noch die Vanillepudding-Nachspeise wie die letzten Tage. Ich glaube mittlerweile nicht mehr daran, dass ich hier abnehmen werde ;). Jetzt muss ich mir noch was für morgen einfallen lassen, Omar kommt mit seiner Freundin Monica und den anderen um ca. 17:00 Uhr vorbei (also halb sieben :P ).

Nach langem herumblättern in meinem Reiseführer schau ich mir morgen wohl mal die Universität an. Werde jetzt noch was lesen und dann schlafen, vielleicht komm ich ja noch auf eine Idee wie ich das mit meiner Rundreise handhaben soll. Denken an sich ist heute aber irgendwie eigentlich garnicht so richtig möglich, da ich ständig an Vicky denke, die ich jetzt gerne bei mir hätte :'(.

Tag 4 - 04.02.2009 Mittwoch

Buenos días, sag ich dann mal :). Bin gegen halb 11 eingeschlafen und erst um 7:15 Uhr aufgewacht. Habe gerade an der rechten Wade meinen ersten Moquito-Stich entdeckt; Malaria gibt es ja aber zum Glück hier nicht.

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Mit dem Bus hat alles gut geklappt, aber gerade erstmal der Frühstücksreport: Es gab ein Brötchen :P dazu Tomaten und ein Spiegelei. Dazu Kaffee (Hab mich mittlerweile an die Süße gewöhnt), das Frucht-Milch-Mix-Getränk und diesmal ein weiteres Getränk, was eher Richtung Erdbeer geschmeckt hat. Pure Frucht gemixt; Kann aber kein Erdbeer sein, da es die hier gar nicht gibt.

Um 8:50 Uhr dann eben los zum Bus. Punkt 9:00 Uhr war ich da und 2 Minuten später auch der Bus. Eine Busfahrt kostet hier 40 Peso "cent" (Moneda Nacional), umgerechnet "nichts". Zur Information: 24 Peso = 1 CUC = 79 € cent. Ich hatte die 40 Peso cent von Ricardo gestern passend bekommen. Wenn man einsteigt wirft man das Geld einfach in einen Schlitz ein und es fällt in eine Art Tonne. Die Busfahrt dauerte 30 Minuten und zum Glück war die CUJAE die Endstation, also brauchte ich nicht sonderlich acht zu geben wo genau ich raus muss. Angekommen habe ich an der dortigen Bushaltestelle gewartet bis Omar mir winkend entgegen kam. Die CUJAE ist ein ziemlich großes Gelände mit 5000 Studenten (laut Omar).

Wir gingen fast über den gesamten Campus bis zu dem Gebäude in dem Omar arbeitet.


Ich wurde während meinem Aufenthalt unzähligen Leuten vorgestellt und Omar's Freunde kannte ich ja bereits. Nun konnte ich direkt mal ins Internet, wo schon einige eMails auf mich warteten. Es tut mir leid, dass ich alle daheim die letzten Tage in Ungewissheit lassen musste wie es mir geht, aber dies war die erste Möglichkeit für mich Kontakt aufzunehmen! Also erstmal direkt Andrea geschrieben, damit die Zuhause bei meinen Eltern bescheid geben konnte das alles in Butter ist, dann natürlich meinem Schatz erzählt wie es mir geht und Professor Schellong geschrieben was hier so abläuft.

Nun ging es an die "Arbeit" und Omar hat mir erklärt, was genau er bisher in seinem Projekt gemacht hat, dann ich ihm was meine Diplomarbeit angeht. Wir sind zu dem Entschluss gekommen, dass es viele Möglichkeiten gibt die beiden Projekte zu verbinden und einander zu helfen.

Um kurz nach 12 ging es in die Kantine; Ich fands sehr lustig, weil das quasi wie in Filmen war, dass man ein Tablett mit verschiedenen Vertiefungen hat in den Küchenfrauen jeweile eine Kelle "Irgendwas" reinhauen :P. Es gab Bohnensuppe, Reis, sowas wie Haferbrei, ein hartgekochtes Ei mit irgendeiner Soße, als Nachtisch Milchreis. Dazu einen Trinkquark und Wasser. Es war eine riesige Portion und ich hab alles brav aufgegessen; Zum Erstaunen aller 7 Anwesenden am Tisch wohlbemerkt, weil anscheinend die Gäste die sonst da sind das Essen nur zum Teil oder garnicht anrühren, war halt recht einfach alles, kaum bis garnicht gewürzt und sah auch nicht toll aus. Ich hatte aber auch dermaßen einen Hunger, dass ich das Tablett mitgegessen hätte ;).

Zurück im Büro haben wir noch besprochen wie es die Tage weitergeht mit dem Fazit, dass ich morgen um 14:00 Uhr von Omar angerufen werde und abends wollen wir mit allen Leuten dann was trinken gehen. Für nächsten Dienstag um 9:00 Uhr wurde ein Termin mit dem Dekan festgelegt um ihm mein Projekt vorzustellen. Dann haben wir auf einer Art "Fressbudenplatz" Geld gewechselt, damit ich ausreichend Kleingeld für's Busfahren habe. Direkt im Anschluss rein in den P9 und wieder nach Havanna-Vedado. Nun spiele ich mit dem Gedanken noch etwas rumzulaufen.

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Es ist nicht nur bei dem Gedanken geblieben und ich bin die Paseo runter zumMalecón gegangen. Da heute eher "schlechtes" Wetter für kubanische Verhältnisse ist haben mich die dick eingepackten Kubaner die mir entgegen kamen echt für verrückt erklärt (hatte ein Muskelshirt und kurze Hosen an). Ich denke es waren ca. 20°C, aber der Wind war richtig heftig. Hab am Malecón viele Photos und zwei Videos gemacht von den Wellen die an der Befestigungsmauer aufprallten und hoch klatschten.




Bin jetzt (17:00 Uhr) wieder in der Casa. Werde mir jetzt bis zum Abendessen um 19:00 Uhr nochmal meine Präsentation durchlesen; Die kann ich nach meinem Kuba-Aufenthalt garantiert in- und auswendig.

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Eben ist Ella (die Freundin von Johanna aus Berlin) vorbeigekommen, wir haben uns ein paar kubanische Bier besorgt und auf der Terasse was gequatscht. Es ist jetzt 21:30 Uhr und ich werde wohl noch was lesen und dann einpennen. Morgen nach dem Frühstück gibt es dann den dritten Versuch den Christoph Kolumbus Friedhof zu besuchen; Hab ihn heute aber schon aus dem Bus heraus gesehen.

Heute abend gab es übrigens Bohnensuppe (schwarze Bohnen diesmal), Reis, einen Salatteller halb Tomaten halb irgendein Kraut, dann ein Fisch-Zwiebel-Wirrwarr und als Nachspeise wieder den Vanillepudding mit Zimt und Zuckersoße. Wie immer super lecker alles!

Dienstag, 10. März 2009

Tag 3 - 03.02.2009 Dienstag

Gut, also noch keinen Erfolg bei der Bekämpfung des Jetlags gehabt. Ich habe wieder bis 5:00 Uhr super geschlafen, musste mir dann die Zeit bis 7:30 Uhr mit Lesen vertreiben. Eigentlich halb so schlimm, da mir das Buch "Die Zwerge" von Markus Heitz bis jetzt sehr gut gefällt. Werde jetzt wohl erstmal frühstücken - es steht schon alles bereit. Johanna ist gerade los zum Krankenhaus wo sie seit 2 Monaten schon eine Art praktischen Teil ihres Studiums in der Chirurgie macht.

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So, frisch geduscht und gut gestärkt stze ich gerade im Esszimmer und lausche dem Krawall der Nachbarschaft - in der Nähe scheint eine größere Grundschule/Kindergarten zu sein. Zum Frühstück gab es wieder ein Brötchen, dazu Tomaten und etwas was aussah wie eine holländische Frikandel, jedoch nicht wirklich so geschmeckt hat. Es war sehr lecker, aber mit meinem eher begrenzten Spanisch, was schon eine übertriebene Beschreibung ist, habe ich leider nicht herausbekommen, wobei es sich bei diesem Röllchen nun handelt. Zu trinken gab es wieder das Frucht-Milch-Mix-Getränk, was übrigens tierisch satt macht, Kaffee (wieder extem süß mit Milch), frisch gepresstem Orangensaft und Wasser. Anschließend habe ich getestet was kubanische Toiletten (Spülungen) so mitmachen - Alles gut gegangen ;). Nebenerkenntnis dieses Experiments brachte die erste Gewissheit, dass mir das Essen nicht auf den Magen schlägt, was ich zumindest in den ersten Tagen befürchtet hatte. Ich habe allerdings auch noch nichts an einem der vielen Straßenstände gegessen. Hier bei Lucy scheinen alle Zutaten der kubanischen Umstände entsprechend von guter Qualität zu sein. Außerdem ist hier Alles auch sehr sauber und gepflegt. Der Himmel ist im Moment sehr bedeckt und hin und wieder fisselt es ein wenig. Draußen ist alles klatsch-naß vom nächtlichen Regen mit Gewitter-Einlage. Nach näherer Betrachtung denke ich, dass ich mir gestern bei meinem Ausflug keinen Sonnenbrand geholt habe; Die Haut ist nur ziemlich trocken, was ich mit Aprés-Sun versuche in der Griff zu bekommen.

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Sodelle, mit einem Gewaltmarsch hab ich es geschafft um 14:00 Uhr wieder in der Casa zu sein, weil Omar ja um 15:00 Uhr da sein wollte. Es ist jetzt 14:15 Uhr und ich sitze frisch geduscht vor Lucy's Haus auf der Treppe. Ich hatte mich ursprünglich wieder auf den Weg gemacht um den Christoph Kolumbus Friedhof zu besichtigen und Johanna hatte mir gestern eigentlich auch den Weg erklärt; Leute die mich kennen wissen aber ja, dass mein Orientierungssinn eher hinderlich als förderlich ist und ich eher wie ein geographischen Wildschwein agiere. Irgendwann stand ich also schon wieder am Plaza de la Revolucion und schaute mich um, als ich die Dachkuppel des Capitolios erspähte. Also zack einfach los Richtung Capitolio marschiert.

Auf dem Weg dorthin hat mich ein Kubaner angesprochen, der auch in die Richtung unterwegs war. Sein Englisch war wirklich gut und wir unterhielten uns ca. 20 Minuten während wir die Straße zum Capitolio entlang gingen. Ca. 1 km vor dem Ziel bog er in eine Seitenstrasse ein, nachdem er sich verabschiedet hatte. Fazit: Gibt hier also doch Leute die nicht fragen ob man: Zigarren, Rum oder "Spass" kaufen möchte :P.

Ich ging weiter zu meinem Ziel, über eine Straße die wirklich voll mit Menschen war, die an den erwähnten "Straßenküchen" anstanden um etwas zum Mittagessen zu kaufen. Am Capitolio angekommen musste ich feststellen, dass sehr viele Touristen an diesem Ort zugegen waren.



Ich hab die obgligatorischen Photos geschossen, bin dann aber auch direkt weiter. Bin dann irgendwie auf der "Haupteinkaufsstraße" gelandet, wo so richtig was los war. Besonders am alten Bücher-Markt wo eine Gruppe Musik gemacht und auf Stelzen dazu getanzt hat:


Von dort aus bin ich der Strasse bis zum Malecón gefolgt und nach Westen entlang gegangen. Auf diesem Weg konnte ich alle vier Befestigungsanlagen sehen, die damals zum Schutz des Hafens dienten. Erst vor Piraten und dann vor der Hand voll Ländern die Kuba besetzen wollten.


Ich bin also mal wieder am Malecón entlang spaziert und das in Richtung Westen. Heute war wesentlich mehr Wellengang als gestern. Hab auch einige nette Photos davon gemacht; bei einem kam zeitgleich eine starke Welle bei mir an und ich erstmal gut naß. Da die Karibik sonnentechnisch ihrem Ruf wieder erlangt hatte war ich jedoch innerhalb von 10 Minuten wieder trocken.


Das war alles ganz schön weit, was ich mir da angetan hab; Ich denke es waren ca. 12 km (vllt. sogar etwas mehr) jedoch eben bei ca. 28°C und einer sehr hohen Luftfeuchtigkeit.

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Um 16:10 Uhr (Kubaner eben) war Omar da und hatte zwei Freunde mitgebracht. Zuerst erhielt ich den ersten theoretischen Crashkurs in Sachen Busfahren und Tipps wie ich morgen früh um 10:00 Uhr am der CUJAE Universität ankommen soll, wo Omar an der Bushaltestelle auf mich warten will. Dann waren wir im Hotel Nacional um einen Ausblick über den Malecón zu bekommen.



Auf dem Fußweg dorthin über die 23 (La Rampa) wurden mir einige Orte gezeit (Restaurants, Bars, Kinos) und Treffpunkte. So zum Beispiel den "Don Quijote" Platz oder den Fuente de la Juventud (Jungbrunnen), welcher ein künstlich angelegter Wasserfall des erwähnten Hotels Nacional ist.



Zwischendurch haben wir eher zufällig Omars Vater getroffen, der gerade Feierabend gemacht hat. Er arbeitet wohl für die Regierung in Sachen Bildungswesen und ist wohl auch ein Freund/ guter Bekannter von Professor Schellong. Anschließend an den Besuch im Hotel Nacional sind wir dann mit dem Bus (P4) in die Altstadt von Havanna (Havanna Vieja) gefahren, wo ich heute Mittag schon war. Hat sich aber gelohnt mal alles mit Erklärung wahrzunehmen. Also wieder am Capitolio vorbei, am Theater, wieder über die Einkaufsstraße und zurück. Zusätzlich haben wir uns noch Havanna's China Town angeguckt. Eigentlich nicht sonderlich spektakulär, denn im Prinzip war es ein Restaurant neben dem anderen mit Leute davor, welche mit Speisekarten bewaffnet Touristen dazu bringen sollten dort etwas zu essen. Das erste Photo zeigt das Haupttor nach China-Town hinein, das zweite ist die Restaurant-Strasse inklusive Omar's Hinterkopf :P.



Lustig war noch, dass es ein Hotel New York dort in China Town gibt, besser gab. Als Vergleich zum bekannten China Town in New York.


Schließlich haben wir vier wieder den Bus Richtung Heimat genommen. Ich bin zusammen mit Ricardo an der Bushaltestelle raus an der ich morgen früh in den P9 einsteigen soll. Dann noch 10 Minuten zzur Casa gegangen wo auch schon das Abendessen wartete. Kurz nachdem ich angefangen hatte kamen Johanna und ihr Freund dazu, der heute Nachmittag wohl in Havanna angekommen ist.

Zum Abendessen gab es eine Bohnensupper + Brötchen, wieder einen Salatteller, Schnitzel (Schwein, natur) mit Reis und als Nachspeise Vanillepudding mit Zimt und einer karamellisierten Soße. War wieder Alles sehr lecker! Habe übrigens heute mit den Jungs an so einem Straßenstand ein belegtes Brötchen gegessen und einen Orangensaft aus einem Eimer geschöpft bekommen. Ich warte ab was mein Magen morgen sagt ;). Gerade war noch eine Freundin von Johanna da, die mir von ihrem Kurztrip durch das Umland von Havanna erzählt hat (Radius ca. 200 km um Havanna). Scheint also möglich zu sein ohne spanisch zu sprechen solch eine Rundreise zu machen. Es ist jetzt 21:50 Uhr und ich bin sowas von müde, dass ich sogar im Stehen einschlafen würde. Ich hoffe ich kann morgen ins Internet an der CUJAE, nachdem die Suche hier in Vedado und Vieja erfolglos waren. Damit ich Vicky, meiner Schwester Andrea (und somit meinen Eltern) und Professor Schellong ein Lebenszeichen von mir geben kann.

Tag 2 - 02.02.2009 Montag

So, brav 8 Stunden geschlafen und seit 5:00 Uhr morgens im Bett gelegen - Jetlag lässt grüßen. Es ist jetzt 7:20 Uhr und es wird langsam hell. Draussen scheint aber schon länger allerhand los zu sein. Um 10:00 Uhr will Omar anrufen um die nächsten Tage zu besprechen. So wie ich das verstanden habe soll ich am Mittwoch meine Präsentation halten.

Der Ersteindruck vom Zimmer, bzw. der gesamten Casa Particular, ist überraschend gut! Sehr hohe Decken, 2 Ventilatoren, Klimaanlage und den üblichen Kram den man sonst auch so hat.


Das Bett ist leider leider etwas zu kurz geraten, also hab ich mich einfach quer über beide gelegt.


An den Nachgeschmack des Wassers muss man sich auf jeden Fall erstmal gewöhnen; das ist zwar abgekocht, aber irgendwie merkwürdig im Abgang ;).

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Habe gerade lecker gefrühstückt. Es gab ein großes Brötchen, aber nicht wie die in Deutschland, sondern eher wie auch die Holländer sie haben; Aussehen und Konsistenz wie ein Milchbrötchen, Geschmacklich aber normal und gut. Dazu gab es Käse und Tomaten, eine Schale mit Ananas-Stückchen, Kaffee, ein Obst-Milch-Mix-Getränk (natürlich selber gemacht) und Wasser. Fazit: Ich bin sehr lecker sehr satt geworden! Der Kaffee wird hier sehr süß getrunken, musste zwischendurch echt mal ins Brötchen beißen. Aber ich befinde mich halt im Land des Zuckers und vielleicht gewöhne ich mich ja auch daran.

Bei einem Blick aus dem Küchenfenster meine ich einen Kolibri gesehen zu haben, der war aber genauso schnell wieder weg wie ich ihn erspäht habe.

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Omar hat sich pünktlich um 10:00 Uhr gemeldet und gesagt, dass er morgen um 15:00 Uhr bei Lucy sein wird um mir ein wenig Havanna zu zeigen und einen Crashkurs in Sachen Busfahren zu verpassen. Kurz nach dem Telefonat hab ich mich jedoch dazu entschlossen schon mal auf eigene Faust die "nähere" Umgebung zu erkunden. Ein Fazit des Tages schon einmal vorweg: Wenn man in der 'Karibik ist und vorher in Deutschland über mehrere Wochen Minustemperaturen gewöhnt ist; sollte man besser etwas mehr Sonnenschutz auftragen.

Ich hab mir also meinen Rucksack umgeschnallt und bin einfach drauf los. An dieser Stelle vielen Dank an MarcoPolo, die anscheinend vergessen haben die Strassen in ihrem Reiseführer so zu beschriften, wie das vor Ort der Fall ist. Naja, halb so schlimm - hab ja Zeit ;).

Mein erstes Ziel (wohlbemerkt eher zufällig) war der Plaza de la Revolucion mit dem riesigen "Obelisken" (ist eigentlich gar keiner, soll aber wohl für's Auge einer sein) und der José Marti Statue.


Jetzt kommt die Situation die passieren musste (Gruß an Vicky) - in die falsche Richtung gelaufen und das garnicht mal so unweit. Ich möchte an dieser Stelle behaupten, dass ich zumindest schon einmal in einem Ghetto von Havanna mit Hütten aus Wellblech usw. war. Daraufhin habe ich versucht die Richtung zu wechseln bis ich endlich auf einer Straße (Paseo) war, die zumindest im Reiseführer enthalten war.

Ich bin dieser Straße dann bis zum sogenannten Malecón gefolgt. Das ist die "Uferpromenade" von Havanna, wo sich abends wohl die halbe Stadt trifft. dort habe ich Rast gemacht, einige Photos geschossen und bin dann den Malecón ostwärst entlang gegangen.

Es ist beeindruckend wie klar das Wasser selbst an dieser tiefen Stelle ist.


Da ich mittlerweile bei gefühlten 48°C (waren wohl 30°C) ca. 3 Stunden unterwegs war, fasste ich wieder das eigentliche Ziel meiner kleinen Erkundungstour ins Auge: Geld wechseln. Die größte Straße (23, genannt: La Rampa) also hoch und runter.


Schliesslich habe ich dann eine Bank gefunden, in welcher ich jedoch kein Geld abheben konnte o_0. Die freundliche Dame am Schalter hat mir aber netterweise in einem Spanisch-Englisch-Mix mit Händen und Füssen erklärt wo ich einen Geldautomaten finde. Dort angekommen musste ich leider feststellen, dass sehr viele andere Leute anscheinend die selbe Idee hatten und dringend Geld wechseln mussten. Nach ca. 25 Minuten Wartezeit (Mein Vater wäre wohl beim Warten vor Wut explodiert, wenn man bedenkt wieviel Zeit die sich alle so lassen) war ich dann endlich an der Reihe. Hat auch super geklappt bis auf die 11% Wechselgebühr die der Automat haben wollte. Aber man wird hier auf keinen Fall beim Geldabheben überfallen, da zwei recht stattlich bewaffnete Staatsdiener neben dem Geldautomaten positioniert waren. Nach weiteren 30 Minuten Fußmarsch war ich dann wieder bei Lucy. Kann nun übrigens von mir behaupten, dass ich das Straßennamenprinzip nun verstanden habe.

Als ich dort ankam, saßen Johanna (die deutsche Medizinstudentin die auch hier wohnt), Till (der mit ihr Medizin studiert) und Jorge (ein Spanier der zufälligerweise mit Omar an der CUJAE Universität im selben Büro sitzt) auf der Treppe vor Lucy's Haus. Alle wirklich sehr nett. Johanna hatte mir vor meinem Erkundungsgang schon einige Tipps gegeben. Haben bis gerade eben auf der Terasse gesessen; Sie hat für ihr Medizin-Staatsexamen gelernt und ich habe mir meine ausgedruckte Präsentation nochmal angesehen, die ich diese Woche an der CUJAE Universität halten soll. Gleich gibt es Abendessen, bin schon gespannt.

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So, es ist nun halb acht und wir sind mit dem Abendessen fertig. Es gab einen großen Salatteller mit Blattsalat, verschiedenen Bohnen, Erbesen, Rote Beete und einer Art Kohl. Quasi gleichzeitig gab es eine dunkle Linsensuppe mit einem Brötchen. Dann gab es ein Stück Schweinefleisch mit gedünsteten Zwiebeln mit Reis und einigen gebratenen Kartoffelecken. Zum Nachtisch haben wir noch etwas Schokoladeneis gegessen. Alles hat super geschmeckt und ich bin "pappsatt". Johanna hat mir erklärt wo und wie ich wohl in Havanna ins Internet komme; das werde ich morgen direkt mal ausprobieren bevor Omar mich abholen kommt. Werde wohl gleich nochmal unter die Dusche springen - nach meiner langen Tour heute stinke ich glaub ich wie ein Iltis ;).

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Ich hatte mich nun noch etwas auf's Bett gelegt um zu lesen als es wirklich wie aus Eimern anfing zu regnen. Ein richtig starkes Gewitter ist aufgezogen. Zu allem Überfluss habe ich gerade beim schließen der Fenster, da es ein wenig hereinregnete die Alarmanlage ausgelöst. Später sollte sich herausstellen, dass es in dem Haus keine Alarmanlage gibt und das ich das Fenster nur in dem Moment ziemlich heftig zugemacht habe, als draußen die Alarmanlage eines Autos anging ;).
Das Regengeplätscher hört sich eigentlich ganz beruhigend an, wenn das Gedonner vom Gewitter nicht wäre. Ich werde jetzt (21:45 Uhr) versuchen zu schlafen, dann hab ich morgen vielleicht schon das Jetlag hinter mich gebracht.

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Für Armin (der unbedingt wissen will wer Omar ist): Omar schreibt gerade an seiner PHD Thesis und war letztes Jahr in Köln. Wir planen eine Kooperation. Aus diesem Grunde war ich eben an der CUJAE University und habe dort meine Diplomarbeit vorgestellt. Er wird Mitte April wieder nach Deutschland kommen.

Montag, 9. März 2009

Tag 1 - 01.02.2009 Sonntag

Heute ging es also um die Wurst, wie man so schön sagt. Wir (also Vicky und ich) sind gegen 6:00 Uhr in der Frühe aufgestanden, haben uns bereit gemacht, gefrühstückt und nocheinmal überprüft ob alles im Koffer ist. Dann ab zur 4 nach Deutz und von dort aus mit der 13 zum Köln/Bonner Flughafen.

Der CheckIn verlief nach etwas Wartezeit reibungslos und wir setzten uns noch was in den BurgerKing um auf's Boarding zu warten. Um 10:20 Uhr verabschiedeten wir uns dann ausgiebig und ich verschwand in der Sicherheitskontrolle. Nachdem mich diese auch vor keine ungeahnten Probleme stellte ging es ab zum Gate wo ich auch fast direkt in den Shuttlebus einsteigen konnte. So eine Fokker50 ist garnicht mal so groß ;). Und in die erste Reihe haben die mich auch gesetzt, wahrscheinlich damit ich nichts anstelle. Da mein Sitznachbar nach ca. 10 Minuten Flug aufstand und danach nie wieder gesehen wurde, hatte ich nun einen Fensterplatz und konnte die Beine ausstrecken!

Nach ca. 55 Minuten Flug landeten wir sicher in Amsterdam (Schiphol) wo ich mich ein wenig beeilen musste, da das Boarding bereits voll im Gange war. Ich also dann rein in den Flieger und zeig der netten holländischen Flugbegleiterin mein Ticket (Sitzplatz 9B). Das kam mir da alles schwer geräumig und bequem vor. Und als ich dann auch noch ein Entertainmentsystem in die Hand gedrückt bekam fragte ich doch mal nach um einem späteren peinlichen Rauswurf aus der Comfort-Class zu vermeiden ;). Antwort: "Yes sir, Seat 9B. Have a nice flight!". Nun saß ich also in der Comfort-Class mit 2 Sitzplätzen für mich.



Die Flugstrecke war sehr interessant: Über Großbrittannien, an Island und Grönland vorbei und dann die gesamte Ostküste Kanadas und der USA entlang. Diente wahrscheinlich als Sicherheit, damit man einen möglichen Notlande-Flughafen hat, falls was passiert. Verlängert aber auch die Flugzeit um fast 2 Stunden :P.

Hab jetzt eine Aufnahme von Manhattan aus 11.000 m Höhe. Wenn man sich das bissl Nebel wegdenkt und das Ganze ein wenig näher dran wäre, wär das ein sehr nettes Photos. Ja ja, ich weiss: Hätte, hätte, Fahrradkette ;).


Die Zeit ging eigentlich sehr schnell vorbei. Für Abwechslung war ja im Vorfeld gesorgt worden. Natürlich hätte ich es auch wie die drei Italiäner in Reihe 11 machen können und erstmal 2,5 l Weißwein trinken. Danach haben die Jungs nämlich mal satte 7 Stunden geschlafen.

In Havanna angekommen waren die als bösartige Untiere im Internet beschriebenen kubanischen Zollbeamten eigentlich lammfromm. Nur dann kam der Gepäck-Supergau - Aus irgendeinem Grund haben die im Minutentakt immer nur einen Koffer aufs Band gelegt. Was soll ich groß erzählen, war Nummer 47 :/. Als ich mich dem Ausgang näherte hab ich Omar direkt gesehen und wir konnten nach einer kleinen Geldwechselaktion nach Vedado (Havanna Zentrum) fahren. Ich war zu müde um mir den Weg auch nur im Ansatz zu merken, also werde ich morgen ersteinmal die Umgebung erkunden.

Die Casa Particular kostet mich jetzt ungefähr 12,50 € pro Tag. Das ist echt günstig, weil das beinhaltet die Übernachtung, sowie Frühstück und Abendessen + einmal wöchentlich Wäsche. Lucy, die Dame des Hauses ist schon etwas älter (ich schätze mal 74+), aber scheint sehr nett zu sein. Problem: Sie spricht nur spanisch und ich eben nicht :P. Angeblich wohnt hier auch noch eine deutsche Medizinstudentin, mal gucken ob die vielleicht was übersetzen kann. So, ich hau mich mal auf's Ohr.

Erklärung

Die meisten von euch werden wohl mitbekommen haben, dass es nicht möglich war diesen Blog während meinem Aufenthalt auf Kuba aktuell zu halten. Es ist dermaßen schwer alleine nur dort ins Internet zu gelangen, geschweige denn Bilder oder Videos hochzuladen. Wenn man denn mal eine Möglichkeit gefunden hatte das Internet zu nutzen, musste man 1-3 Stunden auf einen freien PC warten, eine Menge Geld zahlen (zwischen 4 und 10 Euro pro Stunde) und hatte dann eine Geschwindigkeit entsprechend einem 56K Modem zur Verfügung. Da hab ich mir bereits am ersten Tag gedacht "nee das gibt nix mit dem Blog".

Habe mich kurzer Hand dazu entschlossen eine Art Reise-Tagebuch zu führen, welches ich hier nun nach und nach reinstellen werde. Dann auch mit Photos und Videos natürlich.

Habe gerade etwas mehr Zeit (bis übernächste Woche Montag), da ich mich seit letztem Donnerstag nun Diplom Ingenieur nennen darf und ich warten muss bis mein Master-Studium beginnt.

Gruß, Markus